1. KREUZGANGKONZERT 2010

Kreuzgangkonzerte
Württembergisches Kammerorchester
Württembergisches Kammerorchester

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

Samstag, 19. Juni 2010, 20.30 Uhr

Leitung Ruben Gazarian
Solist Linus Roth (Violine)
   
Tartini Der Teufelstriller für Violine und Streicher
Ireland A Downland Suite for Strings (19. Jahrhdt)
Mozart Divertimente B-Dur KV 137
Piazolla Die Jahreszeiten
Konzertpate: Freunde der Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte e.V. Freunde der Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte

Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn gehört zu den gefragtesten Kammerorchestern weltweit, das sich seit seiner Gründung 1960 durch Prof. Jörg Faerber ein Renommee als außergewöhnlicher Klangkörper geschaffen hat. Im Jahr 2010 feiert das Orchester sein 50jähriges Jubiläum, das das Orchester mit außergewöhnlichen Konzertprojekten (Kanada- und Koreatournee, Beethoven- Festival u.a.) und Solisten wie Elisabeth Leonskaja, Ivo Pogorelich, Mischa Maisky, Pieter Wispelwey, Juan Diego Flórez oder dem Petersen-Streichquartett feiern wird. Neben seiner Vielseitigkeit besticht das Kammerorchester durch seine Dynamik und Virtuosität, verbunden mit einer tiefen musikalischen Einfühlsamkeit und Emotionalität. So feiert die Presse das Württembergische Kammerorchester Heilbronn als Klangkörper mit „höchster Klangkultur“ (WAZ) und „atemberaubender Brillianz“ (Die Welt), das durch seine „Präzision, Differenziertheit und Homogenität“ (Washington Post) überzeugt. Das Repertoire des Orchesters umfasst neben Werken der Klassik vor allem Bekanntes und Unbekanntes aus der Romantik, Moderne und Avantgarde. Neuer Chefdirigent ist seit der Saison 2002/2003 Ruben Gazarian.

Ruben Gazarian
Ruben Gazarian

Neben den Abonnementskonzerten in Heilbronn gibt das Württembergische Kammerorchester Heilbronn jedes Jahr zahlreiche Gastspiele im In- und Ausland (Europa, Japan, Nordamerika), auch bei Musikfestivals wie den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Rheingau Musik Festival, „Dias da Musica“ Lissabon oder dem Storioni Festival Eindhoven u.a. Im Jahr 2008 feierte das Orchester einen sensationellen Einstand beim Festival „La Folle Journée“, das das Orchester nach Nantes, Bilbao und Tokio führte. Im Laufe von fünf Jahrzehnten hat das Württembergische Kammerorchester Heilbronn nicht nur mit vielen namhaften Künstlern zusammengearbeitet, sondern stets auch junge Nachwuchstalente gefördert. Solisten, die häufig mit dem Ensemble musiziert haben, waren u. a. Martha Argerich, Maurice André, Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder, Gautier Capuçon, Giora Feidman, Julia Fischer, Justus Frantz, James Galway, Evelyn Glennie, Hilary Hahn, Heinz Holliger, Sharon Kam, Patricia Kopatchinskaja, Gidon Kremer, Katia & Marielle Labèque, Mischa Maisky, Sabine Meyer, Wolfgang Meyer, Viktoria Mullova, Anne-Sophie Mutter, Sergei Nakariakov, Christiane Oelze, Thomas Quasthoff, Daniel Müller-Schott und Frank Peter sowie Tabea Zimmermann.

Folgende Einspielungen mit Chefdirigent Ruben Gazarian und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn liegen vor: Im September 2006 erschien bei Dabringhaus eine CD mit Werken Joseph und Michael Haydns, die mit dem polnischen „Hifi-Schallplatten-Jahrespreis 2006“ ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2007 erschien bei Bayer Records die Einspielung von Werken Tschaikowskys, 2008 folgte die Veröffentlichung mit Werken Dmitri Schostakowitschs.

Linus Roth , Violine

"Very impressive - sehr beeindruckend" schrieb die international bedeutende Fachzeitschrift "The Strad Magazine" über Linus Roth , und der Kritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellte fest, "die künstlerische Reife Roths ist angesichts des jungen Alters aussergewöhnlich, seine beiläufig kenntliche technische Sicherheit eigentlich Nebensache...." .

Linus Roth gehört zu den interessantesten Musikern der jüngeren Generation. Unlängst wurde er für seine EMI Debut CD mit dem Echo-Klassik-Preis der Deutschen Phonoakademie als „Bester Nachwuchskünstler 2006“ ausgezeichnet. In seinem Spiel verbinden sich eine außergewöhnliche Klangkultur mit technischer Brillianz und musikalische Einsicht mit Stilsicherheit. Qualitäten, die ihm Anne-Sophie Mutter, von deren Stiftung er gefördert wurde, bescheinigt.

Schon in jungen Jahren wurde Linus Roths Begabung erkannt, bereits mit zwölf Jahren wurde er in die Vorklasse von Prof. Nicolas Chumachenco an der Musikhochschule in Freiburg im Breisgau aufgenommen. 1992 gewann er den ersten Preis des Bundeswettbewerbs „Jugend Musiziert“, im darauffolgenden Jahr begann er sein Studium bei Prof. Zakhar Bron an der Musikhochschule in Lübeck, wo er 1998 sein künstlerisches Diplom ablegte. Daraufhin setzte er sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich und der Musikhochschule München bei Prof. Ana Chumachenco fort und beendete es mit dem Solistendiplom.

Als Konzertsolist macht sich Linus Roth mehr und mehr einen Namen bei nationalen wie internationalen Orchestern. Er trat u.a. auf mit dem Orchester der Staatsoper Stuttgart, dem Münchner Kammerorchester, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, den Radiosinfonieorchestern des SWR (Kaiserslautern) und Berlin, dem Orquesta de Cordoba, dem Orchestra della Toscana Florenz und dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra (Debüt 2006 unter Herbert Blomstedt). Sein Debut in Wien gab er in 2006 im Wiener Konzerthaus mit der Wiener Kammerphilharmonie unter Claudius Traunfellner.

Zukünftige Engagements werden ihn u. a. zum Berner Sinfoniorchester mit Andrey Boreyko, zum Orchestra del Teatro San Carlo Neapel, zum Orchestre Philharmonique de Nice, zum Kölner Kammerorchester und zum Orquesta de Navarra führen.

Zu den Dirigenten, mit denen er zusammenarbeitete, gehören u.a. Gerd Albrecht, Herbert Blomstedt, Andrey Boreyko, Frank Beermann, Hartmut Haenchen, Manfred Honeck, James Gaffigan, Alun Francis, Anu Tali und Antoni Wit.

Linus Roth wurde mehrfach ausgezeichnet, er erhielt u.a. 1995 den 1. Preis des Internationalen Violinwettbewerbes Novosibirsk, 1997 den 2. Preis des Internationalen Musik-wettbewerbs „Joseph Szigeti“, 2003 den 1. Preis des Deutschen Musikwettbewerbs und im gleichen Jahr den Sonderpreis des Schumannhauses Bonn für die beste Interpretation eines Werks von Schumann.

Junge Menschen für Musik zu begeistern verfolgt Linus Roth mit großer Leidenschaft durch seine regelmässige Teilnahme am Projekt "Rhapsody in School".

Seit 1997 spielt Linus Roth die Stradivari „Dancla“ aus dem Jahr 1703, eine freundliche Leihgabe der Musikstiftung der L-Bank Baden-Württemberg, Deutschland.

Stand: 15.07.2010