3. KREUZGANGKONZERT 2012

Kreuzgangkonzerte
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim

 

Konzertpate: Kreissparkasse Freudenstadt

Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Solistin: Rie Koyama (Fagott)

Samstag, 28. Juli 2012, 20.30 Uhr

 
"Musikalisches Europa Wien-Prag-Paris-Madrid"
   
Mozart Divertimento F-Dur
Dvorak Notturno H-Dur op. 40
Jean Francaix Divertissement für Fagott und Streicher
Joaquin Turina La oracion del torero
Albeniz Cantos de Espana

 

Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim

Ein frischer und packender musikalischer Zugriff und stilistische Vielfalt von der Alten bis zur Neuen Musik sind die Erkennungszeichen des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim. Das mit vierzehn Musikern aus sieben Nationen besetzte Ensemble ist eines der ganz wenigen Full-time-Kammerorchester: So wird eine außergewöhnliche Homogenität und Flexibilität des Klangbildes möglich, die auch in größerer Besetzung mit Bläsern und weiteren Streichern aus einem festen Musikerstamm erhalten bleibt.

Gegründet wurde das Südwestdeutsche Kammerorchester im Jahr 1950 von dem Hindemith-Schüler Friedrich Tilegant. Rasch fand das Ensemble internationale Anerkennung: Man sprach vom „Tilegant-Sound“, der nicht nur bei den Festspielen in Salzburg, Luzern und Leipzig und auf weltweiten Konzertreisen zu hören war, sondern auch auf zahlreichen Schallplattenaufnahmen (Deutsche Grammophon, VOX, Erato, Telefunken, Intercord) dokumentiert wurde. Maurice André, Dietrich Fischer-Dieskau, Frans Brüggen und Yehudi Menuhin waren nur einige der musikalischen Größen, mit denen das „Südwestdeutsche“ zusammenarbeitete.

Sebastian Tewinkel
Sebastian Tewinkel

Nach der Tilegant-Ära, die 1968 mit dem viel zu frühen Tod des Gründers zu Ende ging, wurde das Orchester vor allem durch den Wiener Paul Angerer (1971-1981) und den aus der großen tschechischen Musiktradition stammenden Vladislav Czarnecki (1986-2002) geprägt. Seit der Spielzeit 2002/03 wirkt der junge deutsche Dirigent Sebastian Tewinkel, 1. Preisträger mehrerer Dirigierwettbewerbe, als neuer Künstlerischer Leiter.

Auf seinem Erfolgsweg hat das Südwestdeutsche Kammerorchester neben etlichen Rundfunkaufnahmen für fast alle europäischen Sender über 200 Schallplatten und CDs eingespielt, von denen eine ganze Reihe mit internationalen Preisen (Grand Prix du Disque, Monteverdi-Preis, Artur-Honegger-Preis) ausgezeichnet wurden. Zahlreiche Uraufführungen (Jean Françaix, Harald Genzmer, Enjott Schneider, Mike Svoboda) belegen seine Kompetenz auch für die zeitgenössische Musik.

Auch heute musiziert das Kammerorchester mit Solisten von Weltruf wie Gidon Kremer, Rudolf Buchbinder, Cyprien Katsaris, Sabine Meyer, Frank Peter Zimmermann, Mischa Maisky oder Anatol Ugorski. Mit ihnen - aber auch den vielversprechendsten Nachwuchskünstlern - war es in den letzten Jahren in ganz Europa (Schleswig-Holstein-Musikfestival, Schwetzinger Festspiele, Internationales Musikfestival Ljubljana, Prager Frühling und Prager Herbst, Flandern-Festival, Festival Euro Mediterraneo Rom, OsterKlang Wien), in den USA und Japan zu Gast.

Stand: 14.12.2011