4. KREUZGANGKONZERT 2012

Kreuzgangkonzerte
Concilium Musicum Wien
Concilium Musicum Wien

 

 

 

Konzertpate: hansgrohe

Concilium Musicum Wien

Samstag, 4. August 2012, 20.30 Uhr

  Hafner (Sopranist)
Christoph Angerer (Viola d’amore)
Cembalo und Leitung: Paul Angerer
 
"Venezianisches Festkonzert"
Gabrieli 4 Canzonen
Joh. A. Hasse Sinfonia alla Camera A-Dur Torrente cresciuto (Arie aus: Siroe, re di Persia)
Vivaldi Concerto d-moll für Viola d’amore
Galuppi Concerto F-Dur für Cembalo
Vivaldi Nisi dominus

Concilium Musicum Wien

Das Concilium musicum Wien wurde im Jahre 1982 von Paul und Christoph Angerer gegründet, um Werke des 18. Jahrhunderts zu musizieren. Im Laufe seiner Existenz erweiterte sich das Repertoire des Ensembles ständig. Heute ist das Concilium musicum Wien für sein umfangreiches musikalisches Spektrum - von Musik der Barockzeit bis hin zur Tanzmusik des 19. Jahrhunderts - bekannt. Es bringt wertvolle Musik aus den Archiven zum Klingen, führt Musik von zu Unrecht vergessenen Komponisten auf und rückt selten gespielte Werke der großen Klassiker wieder ins rechte Licht. Das Ensemble spielt auf wertvollen historisch-originalen und authentischen Instrumenten aus der Zeit vor und um 1800.

Das Concilium musicum Wien konzertiert mit Erfolg in großen und kleinen Städten, auf Burgen und Schlössern, in Klöstern und Kirchen – und bei internationalen Festivals. In den nunmehr über 22 Jahren seines Bestehens absolvierte das Concilium musicum Wien mehr als 2200 Auftritte in über 485 Städten: Von L’Aquila bis Zürich, von Bayeux bis Xian... Allein in Wien trat das Concilium musicum Wien in 46 verschiedenen Räumlichkeiten auf. In den vergangenen Jahren spielte es 535 Werke von 219 Komponisten, darunter allein 111 Werke von Joseph Haydn, 41 von Johann Michael Haydn und 86 Werke von Wolfgang Amadeus Mozart.

Besondere Konzertereignisse waren die Welturaufführung der Oper „La Corona“ von Christoph Willibald Gluck im Schloß Schönbrunn in Wien, Konzerte mit „Österreichischer Kirchenmusik“ bei den Dresdner Musikfestspielen und beim Prager Frühling, „Klassik aus Salzburg und Mannheim“ bei den Schwetzinger Festspielen, die Aufführung von Joseph Haydns Oratorium „Die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuze“ in der Chor/Orchester-Fassung am Ort der Uraufführung in Cadiz/Spanien, die Wiederaufführung und Erst-Produktion der Festkantate „Applausus“ von Joseph Haydn, Konzertreihen für die „Jeunesse“ in Wien, ein Konzert in der Carnegie-Hall in New York, Konzerte bei den Internationalen Haydn-Festspielen in Eisenstadt, eine fünfwöchige Konzertreise durch China und Südostasien, als erstes europäisches Ensemble Konzerte in Libyen, die CD- und TV-Produktion eines Weihnachtskonzerts mit dem Tenor Ramón Vargas, „Musikalische Kreuzfahrten“ auf der Donau, Elbe und Moldau, Konzerte anläßlich der Deutschen Mozartfeste, Konzert im Königlichen Schloß in Stockholm, ein Orchesterkonzert mit „Tanzmusik von Haydn bis Ziehrer“ im Gewandhaus zu Leipzig, eine CD-Produktion und ein Orchesterkonzert mit Werken der Familie Strauß im Großen Saal des Wiener Musikvereins anläßlich der Wiener Internationalen Philatelistenausstellung und ein Festkonzert im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses.

Paul Angerer

Paul Angerer
Paul Angerer

Geboren am 16. Mai 1927 in Wien. Nach dem Studium an der Wiener Musikhochschule und dem Konservatorium (Violine, Klavier und Komposition) war er Geiger und Bratschist in verschiedenen Österreichischen und Schweizer Orchestern, von 1952-1957, Solobratschist der Wiener Symphoniker. 1956-1963 war er Chefdirigent des Kammerorchesters der Wiener Konzerthausgesellschaft, 1964-1966 1. Kapellmeister in Bonn, 1966-1972 Opernchef in Ulm und Salzburg, 1971-1982 Leiter des Südwestdeutschen Kammerorchesters und von 1960-1990 Gast beim "Orchestra sinfonica di Bolzano e Trento". Von 1982-1992 war er Professor an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Seit 1947 komponierte Paul Angerer Bühnen- und Orchesterwerke, Oratorien, ein Musical, eine TV-Oper, Kammermusik für verschiedene Besetzungen, Theatermusik für die Salzburger und Bregenzer Festspiele, das Wiener Burgtheater, für zahlreiche österreichische und deutsche Bühnen und das Fernsehen. Paul Angerer erhielt Preise in Genève, Haarlem und Salzburg, den Österreichischen Staatspreis, den Theodor Körner-Preis, die Kulturpreise der Stadt Wien und des Landes Niederösterreich, den Preis des Landes Niederösterreich für Mozartforschung, den Johann-Nestroy-Ring der Stadt Wien und das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse.

Seine musikalische Vielseitigkeit spiegelt sich in seinen Schallplatten- und CD-Produktionen: als Instrumentalist (Violine, Viola, Viola d'amore, Blockflöte und Cembalo) und als Dirigent mit verschiedenen Orchestern. 17 Jahre lang moderierte Paul Angerer im ORF, seit November 2001 gestaltet er seine eigene Sendung "Capriccio" bei Radio Stephansdom. Er lebt in Wien und in seinem Freihof in Unternalb bei Retz (Niederösterreich), ist als Gastdirigent und Dozent tätig, komponiert und instrumentiert - und musiziert mit seinem Ensemble Concilium musicum Wien.

Stand: 14.12.2011